POSTER FINAL

„2017 veröffentlichte die FFA (German Federal Film Board) ihre Studie „Gender und Film“, welche die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern innerhalb des Filmgeschäfts aufzeigt. Nicht nur hinter der Kamera herrscht eine große Ungleichheit zwischen Mann und Frau, auch im Film selbst zeichnet sich diese anhand von Dialogen, Rollen und dem Handlungsstrang ab. Frauen werden führende Positionen nicht zugetraut und das Frauenbild, das transportiert wird, ist oft veraltet und einseitig.

„Purpur“ ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit der Genderfrage im Filmbusiness und erzählt die Geschichte einer Filmfigur, die sich gegen ihr vorgefertigtes Schicksal wehrt und dadurch einen Machtkampf innerhalb der Welt einer Filmproduktion lostritt.

Isana ist ein von der Regisseurin und dem Produzenten erschaffener weiblicher Charakter, der durch die Regisseurin zum Leben erweckt wird. Ihr „Leben“ ist vorgeschrieben. Ihre Zukunft erfährt sie mit jeder neuen Skript-Seite, die sie innerhalb ihrer Welt – dem Filmset – findet. Doch Isana zweifelt ihr Schicksal mehr und mehr an, bis sie schließlich aus ihrem fremdbestimmten Leben ausbricht. Wie weit kann sie gehen bis ihre gesamte Existenz umbesetzt oder zensiert wird?

Der Filmproduzent hält die Macht über diese „Welt“ in seinen Händen, er kontrolliert die Produktion und alle an ihr beteiligten Personen – er finanziert den Film. Als Isana sich gegen sein Regime wehrt, entfacht ein Konflikt um die Vorherrschaft und die Produktion droht zu scheitern und ihm droht die persönliche Insolvenz.

Die eigentliche „Schöpferin“ dieser Welt ist die Regisseurin.
Diese beugt sich der „diktatorischen“ Führung des Produzenten, um sich und ihre Kreation nicht durch eine Kündigung zu gefährden. Als der Einfluss des Produzenten aber ihre künstlerische Vision immer mehr verfälscht, gerät auch sie in ein
persönliches Dilemma: Ihren Film gegen den Produzenten verteidigen oder ihre eigene Schöpfung verraten?“ – Isabelle Konrad

 

Mit:
Hannah Elischer, Romane Meutelet, Kaya Marie Möller, Jannik Mühlenweg, Ivy Lißack, Agnes Mann, Michael Marwitz, Theresa Martini