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Da ist es, worauf alle lange gewartet haben. Das Thema des diesjährigen angesehenen Wettbewerb „99Fire-Film-Award“ ist bekannt gegeben worden. Und zugeben, im ersten Moment wenn man das Thema (Siehe Titelbild) liest, kommen einem folgende Gedanken:

McDonalds ist Geldgeber und gibt das Thema vor. McDonalds hat kein Bock auf teure Werbeproduktionen und nutzt daher so ein Wettbewerb aus um an günstige Commercials zu kommen. Vielleicht sind die Leute bei McDonalds auch ziemlich unkreativ. Wie auch immer, für ambitionierte kreative Filmemacher die ihre Seele nicht verkaufen wollen (oder zumindest nicht unter Wert), ist das erst mal ein Schlag ins Gesicht.

Ich kann die Reaktion der Filmemacher vollkommen verstehen und nachvollziehen. Und ich weiß auch nicht ob das dem Image vom 99 gut tut, vor allem wenn man sich mal die Kommentare unter der Bekanntmachung anschaut #shitstorminc – und der Shitstorm ist echt Massiv. Ich will gerade nicht in der Redaktion von denen sein und mitbekommen wie sich das Social-Media Team die Tasten wund tippt.

Aber man muss die Münze von 2 Seiten sehen. Selbst der 99 kann sich sicher nicht immer die Sponsoren aussuchen, wir wissen nicht was hinter den Türen passiert – vielleicht steckt da Lobbyarbeit dahinter, vielleicht war es aber auch das beste Angebot – ja vielleicht versuch ich das gerade auch schön zu reden… am Ende wissen nur die Verantwortlichen wieso weshalb warum. Aber Fakt ist, man hätte das Thema auch etwas subtiler verpacken können und nicht direkt mit dem bekannten Mc´s Slogan „Ich liebe es“. Es ist eh kritisch gerade zu der Zeit wo „Healthcare“ immer größer wird, Fitnesscenter und Mach-dich-Fit Programme boomen und gesunde Ernährung im Trend ist, mit so einem Thema zu kommen, bei dem eine Fastfoodkette mit dem ungesündesten Essen, in einem Film von einem jungen Filmemacher der mit seiner Arbeit die Welt verändern möchte, oder welch Beweggründe auch immer dahinter stecken, präsent sein soll.

So, jedoch gibt es auch noch eine andere Seite… denn ich zitiere aus einem Kommentar Social-Media Team des 99: „es geht hier in keiner Weise um einen Werbefilm. Lies Dir gern das Briefing, welches soeben an alle registrierten Benutzer rausgeschickt wurde, durch. Dann wirst Du sehen, es geht hier um Lebensfreude, Spass, Freundschaft, Adrenalin und Leidenschaft.

Also in erster Linie soll der Fokus auf etwas liegen das man liebt, nur soll halt irgendwo McDonalds präsent sein. Jedoch wird nicht gesagt ob positiv oder negativ, ob celebrierent oder kritisch. Ich weiß nicht ob die Marketing Abteilung vom Mc´s soweit gedacht hat als diese Vorgabe und damit die Erlaubnis kam die Marke im Film zu verwenden, aber es bietet Euch Filmemacher, die mit dieser Kette ein Problem haben, die Gelegenheit das ganze Thema kritisch anzugehen.

Zum Beispiel: Thema Fitness, Gesunde Ernährung – jeder der in diesem Thema aufgeht und danach lebt, wird einen mit Fakten bombadieren wie ungesund Fast Food ist, während er voller Eifer seinen gesunden Lifestyle lebt.

Oder einfach Sarkastisch, ein Film über einen Übergewichtigen der einfach Fastfood liebt 😀

Es gibt Menschen die mit Leidenschaft dabei sind sich vor nen Mc´s zu stellen und zu demonstrieren.

Oder Gesellschaftskritische Künstler, die mit ihrer Kunst einen Seitenhieb gegen diese Kette austeilen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten Mc´s kritisch oder meinetwegen auch abwertend in ein Film unter zu bringen der das Thema „Ich liebe es“ hat.

Verschwendet Eure Energie nicht mit Shitstorm, sondern überlegt euch wie Ihr ein Zeichen setzen könnt, ihr habt die Macht was zu ändern. Wann hat man schon mal die Möglichkeit das Branding einer Marke benutzen zu können ohne die Vorgabe das es ein positives Licht sein soll?

Ich wäre bei einem Projekt von mir übrigens Froh gewesen das Branding bedenkenlos verwenden zu können 😉  Ihr habt andere Meinungen? Oder wollt euch auskotzen? Ab in die Kommentare!

 

 

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